Die Aufgabe des Hopfens ist, dem Bier sein ausgeprägtes fruchtiges Aroma und seine typische Bitterkeit zu verleihen. Das Bittere am Bier entsteht durch die Bitterstoffe, die die weiblichen Hopfendolden aussondern. Außerdem trägt der Hopfen zur Stabilisierung des Bierschaums bei, und darüber hinaus wirken die Hopfeninhaltsstoffe und Bitterstoffe aufgrund ihrer antibakteriellen Wirksamkeit wesentlich zur Haltbarkeit des Bieres bei.

Wird der Hopfen früh im Brauprozess zugesetzt und lange mitgekocht, so wird die Hopfenausbeute erhöht und die Würze wird bitterer. Analog entsteht ein eher mildes Bier, wenn der Hopfen erst später hinzugefügt und nicht so die stark gekocht wird. Ferner beeinflussen auch die Art des Hopfenprodukts – also ob man Hopfenextrakt, Pellets oder ganze Dolden verwendet – sowie die Art der eingesetzten Hopfenpflanze die Würze des fertigen Bieres. Es gibt, grob eingeteilt, bittere Hopfensorten und mildere Aromahopfen. Letztere besitzen ein breiteres Spektrum an Aromen als die Bitterhopfen. Allerdings enthalten Aromahopfen geringere Mengen an Bitterstoffen. Aber auch diese Bitterstoffe spielen beim Brauen eine wichtige Rolle. So braucht man von Aromahopfen eine deutlich größere Menge als von Bitterhopfen, und auch deshalb verwenden viele Brauereien ausschließlich Bitterhopfen.