Bei der Bestimmung des Mischverhältnisses der verschiedenen Malztypen – und so der Farbe und Intensität des herzustellenden Bieres – greifen Mälzer und Brauer dann auf verschiedene technische Hilfsmittel aus dem Brauerei-Labor. Bei der einfachen Farbbestimmung hilft ein sog. Kolorimeter, um die Färbung der Maische – also des dem mit Brauwasser vermischten und erhitzten, geschroteten Malzes – zu definieren. Man vergleicht eine Probe, die aus der Maische entnommen wird, mit dem Farbwert auf einer genormten Farbskala und erzielt so einen Hinweis auf die Färbung des später fertigen Bieres. Aufwendiger, aber zugleich auch exakter als mit dem Kolorimeter, sind Farbwertmessungen mit Hilfe eines Photometers bzw. Spektralphotometers. Nach einer sorgfältigen und langwierigen Vorbereitung, in der man die Maischeprobe verdünnt und gefiltert, wird ihr Farbwert bei einer bestimmten Licht-Wellenlänge gemessen und aus diesem Messergebnis dann der genaue Farbwert des Bieres errechnet. Allerdings hat auch die Gärung selbst noch ein Wörtchen zu reden, denn beim Gärprozess hellt das Bier noch zu seiner endgültigen Farbe auf.

Und schließlich ist auch Wasser nicht gleich Wasser. Vielmehr hat auch das beim Brauen verwendete Wasser eine wichtige Bedeutung, nicht nur für den Geschmack des fertigen Bieres, sondern auch für dessen Farbe. Je nach Biertyp sind die Gesamthärte des Wassers und auch dessen Zusammensetzung entscheidend. So begünstigt karbonatreiches Wasser die Herstellung dunkler Biere, für helle Biere ist wiederum weiches, karbonatarmes Wasser besser geeignet.