Die Geschichte des Herzoglich Bayerischen Brauhauses am Tegernsee geht auf das im Jahr 746 gegründete Benediktinerkloster Tegernsee zurück. Die Brauerei samt Bräuhaus befinden sich – neben dem Gymnasium Tegernsee – auch heute noch in den Gebäuden des ehemaligen Klosters.

Das Tegernseer Kloster blieb jahrhundertelang, vom frühen Mittelalter bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, nicht nur eine der wichtigsten Benediktinerabteien in ganz Oberbayern, sondern hatte auch Bedeutung als die einzige Braustätte in der gesamten Region. Als die klosterliche Tätigkeit dann im Jahr 1803 im Zuge der Säkularisation aufgelöst wurde, gingen die Gebäude und die Brauerei in den Besitz des Wittelsbacher Herrscherhauses über. Nachdem das Herzogtum Bayern in den Napoleonischen Kriegen zum Königreich aufgestiegen war, beschloss der König Max I Joseph von Bayern, die ehemalige Klosterbrauerei in Königliches Braunes Brauhaus Tegernsee umzubenennen. Die Wittelsbacher Herzöge und Könige waren auch selbst professionelle Bierbrauer und auf ihre Tätigkeit ist auch die Einführung des Reinheitsgebots in Bayern im Jahr 1516 zurückzuführen.

Trotz aller Umstürze des frühen 20.Jahrhunderts und der Abdankung des Wittelsbacher Königshauses in der Revolution des Jahres 1918 blieben das Schloss und das Kloster in Tegernsee im Besitz des Hauses Wittelsbach. Heute steht eine Nachfolgerin des herzoglichen Hauses, Maria Anna in Bayern, in der Führung der Brauereitätigkeit – und daher wurde auch die Brauerei in Herzoglich Bayerisches Brauhaus Tegernsee umbenannt.

Tegernseer Brauhaus am Ufer vom Tegernsee