Das traditionell in Köln gebraute Kölsch ist ein helles, klares obergäriges Vollbier. Der Alkoholgehalt des Kölsch liegt durchschnittlich bei 4,8% und der Stammwürzegehalt bei rund 11,3%. Für das Brauen des Kölsch wird neben Gerstenmalz in einigen Brauereien auch ein kleiner Anteil vom Weizenmalz verwendet. Der Hopfen stammt überwiegend aus den Hopfenanbaugebieten Kerpen und Düren am Niederrhein sowie auch aus der Hallertau in Mittelbayern und Tettnang am Bodensee. Anders als die meisten anderen obergärigen Biere wird das Kölsch etwas kühler, bei etwa 14–16ºC vergoren.


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Das Kölsch trinkt man traditionell aus einem kleinen, nur 0,2 Liter fassenden schlanken Kölschglas, das auch als Stange bezeichnet wird. Vom Kellner, auf Kölsch Köbes, wird das Kölsch seit dem Ende des 19. Jahrhunderts im Kölschkranz serviert. Auf einem Kranz passen bis zu 18 Stangen.
Dass relativ geringe Fassungsvermögen der Kölschgläser ist auf das zurückzuführen, dass das Kölsch seinen frischen Geschmack und die Schaumkrone sehr schnell nach dem Einschenken verliert. So schmeckt es am besten, wenn ein frisches Kölsch bald nachgeschenkt wird. So gilt heute noch in manchen Kölner Brauhäusern und Kneipen der Brauch, dass jedem Gast, dessen Kölschglas leer ist, stets ungefragt ein neues Kölsch serviert wird – bis ein Bierdeckel auf dem Glas liegt.