Unter dem Namen Weizenbier oder Weizen – vor allem in Altbayern und auch Brandenburg auch Weißbier oder Weißes benannt – kennt man die Biersorten, die mit Weizenmalz gebraut werden. Allerdings wird auch das Weizenbier trotz seines Namens nicht ausschließlich mit Weizen bebraut, denn neben Weizen- wird immer auch Gerstenmalz verwendet. Dabei soll der Weizenanteil mindestens die Hälfte des Malzes betragen, oft liegt er sogar bei 70 %.

Für den spritzigen, fruchtigen Geschmack des Weißbieres ist neben dem Weizenmalz auch vor allem die Bierhefe zuständig. Gerade die kräftiger und schneller vergärende obergärige Hefe unterstützt eher die Bildung von Aromastoffen als untergärige Hefe. Daher gelingt auch die Herstellung von leichten bzw. alkoholfreien Weizenbieren ohne den Verlust des aromatischen Geschmacks leichter als beispielsweise vom alkoholfreien Lagerbier.

 

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In Bayern schenkt man das Weißbier traditionell in besonders geformte hohe und schlanke Gläser ein. Dank der Form des Glases steigen die Kohlensäureperlen durch das Getränk lange nach oben steigen, und so bleibt das Bier möglichst lange frisch und spritzig. Die Verstärkung am Glasboden dient dazu, dass man mit dem Bier „unten" anstoßen kann, der obere Rand des Glases ist durch die geschwungene Form relativ leicht zerbrechlich. Für Weißbierliebhaber hat das Weizenglasmuseum Nürnberg eine Sammlung schöner alter Weißbiergläser.