Der feine weiße Schaum im Bierglas gehört zum guten Bier wie die Krone zum König, daher auch die Bezeichnung "Schaumkrone". Der Schaum hat allerdings keine rein ästhetische Funktion: Da das Bier durch eine lang anhaltende Schaumkrone vielmehr auch länger frisch bleibt, ist die Schaumbildung, also die Höhe und Festigkeit dieser Krone nach dem Einschenken des Bieres ein wichtiges Kriterium, wenn die Bierqualität be- und verurteilt wird.

Interessanterweise ist diese Krone, unbeachtet der Farbe des zu einschenkenden Bieres, fast immer sehr hell, beinahe weiß. So ist die Schaumkrone auch bei dem hier abgebildeten, etwas dunkleren Märzenbier sehr hell. Dies beruht auf die Zusammensetzung der Farbstoffe im Bier als hochmolekulare Verbindungen, die sich im Schaum kaum anreichern können, so dass das reine Eiweiß als einziger Farbgeber für den Bierschaum bleibt.

Zu beachten ist im Übrigen, dass eine schöne Krone bei allen den Bieren, die nach dem Reinheitsgebot gebraut werden, keinesfalls durch das Beifügen von chemischen Substanzen, sondern rein natürlich durch den Gärprozess entsteht. Deshalb beachtet man in den Brauereien während des Gärprozesses einige wichtige Kriterien, die dem Braumeister helfen, dem Bier auf ganz natürliche Art eine üppige Schaumkrone zu verleihen.

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